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Mittwoch, 30. März 2016

Das Ei im Zopfteig

Zopfteig-Muffin mit österlichem Innenleben!

Die Idee kam mir in der Nacht, als ich wach lag, und nicht schlafen konnte. Wie wäre es, wenn ich ein gekochtes Ei in Zopfteig einpacke? Das Ganze wiederum schön verziere und dann so backe? Funktioniert das? Ist es geniessbar?
Und schon stand ich in der Küche, kochte Eier, und knetete Zopfteig!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Auch geschmacklich überzeugt der Zopfteig-Muffin.
Allerdings müssen die Muffins nach dem Abkühlen dann schnell gegessen werden. Das macht mir leider gar nie Mühe!;-)
Ideal für den Osterbrunch, noch lauwarm aufgetischt. Zopf und Ei, schon vereint!



Zeit: total 1 Std. 30 min.
Teig herstellen // Eier kochen:  10 - 15 min.
Teig gehen lassen: 1 Std.
Eier einkleiden und verzieren: je nach Menge ca. 10 min.
Backen: 15 min.

Zutaten und Material:
Zopfzutaten s. Zopfteigrezepte in meinem Blog (ich habe 250g Mehl genommen), gekochte Eier, Senf nach Wahl, Backblech und Backpapier



Tipps:

  • Während der Teigherstellung die Eier kochen, damit sie genug Zeit haben, ganz auszukühlen
  • Den Backofen auf 180°C, Umluft, vorheizen
  • Die Muffinform mit Förmchen versehen.
  • Das mit Teig eingekleidete Ei erst nach dem Verzieren bestreichen!
  • Die mit Teig eingekleideten, fertig verzierten Eier in Muffinformen setzen zur Stabilisierung.
  • Mit 250g Zopfmehl als Grundlage können 4-6 Eier eingekleidet und verziert werden!


Anleitung:


1 Eier kochen und Teig zubereiten
Die Eier hart kochen, den Zopfteig herstellen und 1 Std. gehen lassen. Eier ganz erkalten lassen.

2 Eier einpacken und verzieren
Die kalten Eier schälen und mit Senf einstreichen. Den Teig in 4 Portionen teilen. Die erste Portion halbieren und einen Teil dünn auswallen. Das Senf-Ei darin einpacken, sodass die Öffnung schön auf die Unterseite zu liegen kommt. Teigenden unten gut zusammendrücken. Aus dem 2. Teil des Teiges können nun Verzierungen geformt und auf dem Ei angebracht werden. Auch Gewürznelken können als Befestigungshilfen verwendet werden (s. unten die Teigblumen). Das Ei dann zuerst unten mit Ei bestreichen und in die Muffinform setzen. Dann das restliche Ei mit den Verzierungen ebenfalls vorsichtig mit Ei bepinseln.
Den Vorgang wiederholen bis alle Eier bereit für den Backofen sind.
Variation: Es kann auch Schinken oder Speck miteingebacken werden....






3 Zopfteig-Muffin backen
Die Muffins in der Form (12er Form oder in ofenfesten Einzelförmchen) im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 20 min. backen. Auskühlen lassen.



Empfehlung: Vor dem Verzehr die Gewürznelken
entfernen! Wir wollen ja keine Zahnunfälle!! :-(



Dann sofort geniessen! En Guete :-)



Montag, 21. Dezember 2015

Brezel nicht nur zum Bier!

Laugenbrezel

Laugengebäck gehört zu meinen Lieblingsspeisen. Am Liebsten mag ich die Laugenbrezel mit Butter, genannt Butterbrezel. Ich wollte schon länger einmal diese leckere Zwischenmahlzeit selber herstellen. Die Bäcker arbeiten mit einer sehr konzentrierten Lauge. Hier ist grosse Vorsicht geboten, weshalb ich mich lange nicht an das Projekt getraut habe. Allerdings hat es nun mit dem Backnatron, welches man in den Supermärkten oder Drogerien erhält, auch bestens geklappt.
Susanne war wieder mit von Partie, und unser Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Geschmacklich haben sich die Brezel nicht von gekauften unterscheiden lassen, ausser dass sie noch frischer und feiner waren... hmmmm....!
Für Laugenbrezel-Liebhaber ist es also eine dringende Empfehlung, diese selber zu backen. Es sind zwar mehrere Schritte, dennoch insgesamt hält sich der Aufwand in Grenzen. 
Also, los gehts!

Zeit: Teig: 15min. / Gehen lassen: ca. 1h / Formen ca. 20min. / Föhnen 5-10min./ 
In Lauge baden: 5min. / Backen und bestreichen: 20min.
Total: ca. 2 Std. 15min. inkl. auskühlen


Zutaten und Material:
500g Mehl Typ 550 (Zopfmehl), 1 Hefewürfel zimmerwarm, 250ml warmes Wasser, 1 EL Zucker, 1-2 TL Salz, 60g Backnatron, 1.5 Liter Wasser, Schüssel, Rührwerkzeug, Topf und Schaumkelle oder Siebkelle, grobes Salz, Kaffeerahm oder Rahm und Pinsel,
Backblech und Backpapier, Handföhn, Waage

Anleitung:

1 Teigherstellung
Hefewürfel im Warmen Wasser mit 1 EL Zucker auflösen und etwas stehen lassen. Mehl und Salz in der Schüssel verrühren. Hefewassergemisch dazugeben und von Hand oder in der Küchenmaschine mind. 8 Minuten kneten.
Teig zu schönem Ball formen und bis aufs Doppelte gehen lassen.

2 Brezel formen
Teig in 8-9 gleich schwere (Waage) Stücke teilen. Die Teigstücke unter einer Folie aufbewahren, damit sie nicht zu stark austrocknen. 
Ein Teigstück nehmen, zu Ball formen und danach zu langer Wurst, ca. 35-40cm, ausrollen, so dass der Strang in der Mitte dicker ist und zu den Enden dünn ausläuft.
 
Dann die Brezel daraus formen. Hufeisenförmig mit Öffnung gegen oben hinlegen, die dünnen Enden einmal verschlingen und unten auf die dicke Stelle auflegen. Profis wirbeln das ganze herum und legen dann die fertige Brezel hin. Mit Übung klappt auch das vielleicht schon bald! :-)
Brezel aufs Backblech legen und mit allen Teilen so verfahren.



3 Brezel föhnen und baden
Zu allererst den Ofen anheizen: Unter- und Oberhitze, 230°C.
Nun können die Brezel nochmals liegen gelassen oder wie wir es gemacht haben, mit dem Handföhn angetrocknet werden. Es soll sich eine härtere Oberschicht bilden, damit die Lauge danach nicht zu tief in die Brezel eindringt.
Ist das getan, kann das Wasser zum Kochen gebracht werden. Wenn es kocht, Hitze etwas reduzieren und ganz vorsichtig, löffelweise das Natron dazu geben. Es strudelt und schäumt dabei ziemlich.
Mit einer Schaum- oder Netzkelle jede Brezel in die Lauge geben und ca. 30sek. baden. Einmal runterdrücken, damit die Lauge auch oben hinkommt. Die Brezel muss auf dem Wasser schwimmen, das bedeutet, der Teig ist genügend gegangen. Ansonsten müssten die Brezel nochmals gehen vor dem Laugenbad!
Gleich nach dem Bad jede Brezel sofort mit dem groben Salz bestreuen.

4 Brezel backen und bestreichen

Die Brezel könne auf der unteren, dicken Seite noch mit einem scharfen Messer eingeritzt werden. So entsteht der typische helle Riss. Wir haben das auch gemacht, allerdings etwas zaghaft und ev. zu weit unten. Aber wir sind so trotzdem zufrieden...
Das Blech mit den Brezeln in den heissen Ofen schieben. Backzeit: 15min. bis die Farbe stimmt.
Brezel aus dem Ofen nehmen und sofort mit Rahm bestreichen. Das gibt ihnen noch den gewissen Glanz.
Dann etwas auskühlen lassen. Die Brezel können auch lauwarm genossen werden.



So, die fertigen Brezel können sich sehen lassen!
Das Ergebnis hat uns in jeder Hinsicht überzeugt!

Guten Appetit!

Samstag, 7. November 2015

Herbstliches Chutney

Kürbis-Chutney

Ich bin ein Fan der indischen Küche und mag zu den Gerichten sehr gern die diversen Chutney-Varianten.
Chutneys sind würzige, pikant-scharfe konfitüre- oder püréeartige Saucen, welche zum Fleisch oder dem Hauptgericht gereicht werden. Sie können auch Gemüse- oder Früchtestücke enthalten.
Heute stelle ich euch eine herbstliche Variante vor. 
Mein Kürbis-Chutney hat eine gute Schärfe. Wer es nicht so scharf mag, sollte Ingwer, Pfeffer und Chilis reduzieren.
Nun viel Freude beim Kochen!

Zeit: 90min.

Zutaten und Material:
750g Kürbis in groben Würfeln, 4 mittlere Zwiebeln grob gehackt oder in Ringen, erhitzbares Öl, 4 Knoblauchzehen in Scheiben, 50g Ingwer, 1-2 EL Madras Curry (oder ein anderes), 2dl Obstessig, 100g Zucker, Salz, 2-3 EL Pfefferkörner ganz, 3 frische rote Chilis, 4 EL ganze schwarze Senfsamen,
Einmachgläser




Zubereitung:

1 Gewürze rösten
Pfefferkörner, Chilis und Senfsamen in der trockenen Pfanne anrösten bis sich ein würziger Duft entfaltet und die Senfsamen zu knacken beginnen.

2 Dünstvorgang
Öl dazugiessen, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazugeben und unter rühren bei mittlerer Stufe lange glasig dünsten.










3 Kürbis dazu
Madras Curry dazu geben und ganz kurz mitanrösten, dann sofort Kürbis unterrühren, recht gut salzen und unter rühren eine Weile anbraten

4 Ablöschen
Dann mit Essig ablöschen, Zucker dazugeben.

5 Einkochen
Die Masse nun einkochen bis der Zucker zu gelieren beginnt. Allenfalls noch Zucker nachgeben.
Ständig rühren.
Wenn die Konsistenz stimmt, Chutney abfüllen und die Gläser verschliessen.











Hhmmmmm! 
Ich könnte das löffelweise essen... Zu Poulet, Rind oder Lamm passt das hervorragend auch ohne indische Beilagen. Ich habe Chutneys auch schon zu Grilladen serviert. 

Viel Spass beim Ausprobieren!



Sonntag, 1. November 2015

Rezeptreise November

Gratins de cardons

Herzlich willkommen im Kanton Genf! Cardons kennen viele Leute gar nicht. Sie sind auch schwer zu bekommen. Karden, zu deutsch, sind stachelige Stängel die ähnlich wie Artischocken schmecken. Cardon, eine meiner Lieblingsgemüsesorten, weckt bei mir Kindheitserinnerungen. Meine Mutter kannte dieses Gemüse aus der Genferregion. Eine Zeit lang unternahmen wir fast jährlich eine Schweizerreise nach Evian, wo die Cardons im Glas noch verkauft wurden. Mit vollgepackten, tonnenschweren Rucksäcken kehrten wir zufrieden zurück und genossen dieses wunderbare Gemüse zu Hause!
Nun, Jahre später, haben mein Mann und ich uns das Betty Bossi Kochbuch "Schwiizer Chuchi" gekauft. Und siehe da, was finde ich?! Das Rezept "Gratins de Cardons", nicht ganz so zubereitet, wie ich es von meiner Mutter kenne, aber sicher auch schmackhaft.
Ich möchte dir nun also dieses sagenhaft leckere Gemüse näher bringen, auch wenn es schwierig ist, Cardons zu besorgen. In grossen Gärtnereien habe ich auch schon Cardy gesehen für in den Garten. Aber ich habe keine Erfahrungswerte, wie gut sie in unserer Region gedeihen...
Im Welschland dürfen Cardons offenbar an Weihnachten nicht fehlen. Zwischen November und Januar kann man sie dort auf dem Wochenmarkt kaufen.

Geschichte der Cardons
Das Gemüse wird in Genf schon seit mehr als 300 Jahren angebaut. Ende des 17. Jahrhunderts flohen die Hugenotten aus Frankreich nach Genf und pflanzten den Cardy in der Plaine de Plainpalais bei Genf an. Dort herrschten die dafür optimalen Bedingungen. Man nimmt an, dass die Pflanze ursprünglich aus Äthiopien stammt. In Griechenland und Rom war sie schon 500 Jahre vor Christus bekannt. Auch Julius Cäsar schien dem Cardy, Überlieferungen zu Folge, nicht abgeneigt zu sein. 
2003 wurde die "Cardon épineux genevois" mit der geschützten Ursprungsbezeichnung AOC ausgezeichnet. 

Kultivierung und Verwendung
Cardy wird auch in Spanien, der französischen Provence, Norditalien und in einigen Ländern Südamerikas angebaut. Allerdings unterscheidet sich der Genfer Cardy durch seine Dornen von diesen Sorten. Für die Genfer stehen gerade diese für Geschmack und Qualität. 
Seit Generationen wird die besondere Cardy-Sorte in Genf gezüchtet. In den 90er Jahren mussten mehrere Gemüsebauer ihre Cardy-Produktion einstellen, da der spanische Cardy den heimischen zu verdrängen drohte. Im Jahre 2000 gründeten die verbliebenen Produzenten den Verein Cynara, welcher es schaffte, die Cardysorte ab 2003 unter dem Namen "Cardon épineux de Genève" mit der Bezeichnung AOC zu vermarkten!
Die Aussaat des Cardy erfolgt im März. Ende Oktober wird jede Pflanze mit schwarzem Plastik eingehüllt, um das Sonnenlicht fernzuhalten. Die Pflanze wächst weiter, bleicht jedoch aus, da die Photosynthese verhindert wird. Zudem verlieren die Blattstiele so ihre Bitterkeit, werden zarter und nussig im Geschmack. Die Ernte im November wird nach wie vor von Hand betrieben, genauso wie das Rüsten. 
Mitte Dezember findet das Genfer Volksfest L'Escalade statt. Zu diesem Anlass darf der Cardy auf der Festtafel nicht fehlen! Wie oben schon erwähnt, ist er auch an Weihnachten als Beilage nicht mehr wegzudenken. 
90 Prozent der jährlichen Produktion werden in Genf verkauft. Der "Cardon épineux genevois" ist in der Genfer Kultur tief verankert und in anderen Kantonen der Schweiz nicht so bekannt. 


Deshalb mache ich hier etwas Werbung für den Cardy, die Cardons, die einfach einzigartig schmecken! In Delikatessläden müssten die Cardons auch in anderen Kantonen der Schweiz erhältlich sein.... 
Nun, ich habe die Cardons in der Globus Delicatessa Zürich gefunden. Nach einigen Telefonaten habe ich dann doch diesen sündhaft teuren Preis bezahlt. Demnach müssten die Cardons vergoldet sein!!:-) Also als Weihnachtsgericht ist es ok, aber sonst für unter dem Jahr einfach zu teuer. Also lieber in der Genferregion einkaufen, wenn es geht!

So bereite ich die Cardons zu:


Zeit: ca. 20 min.

Zutaten und Material: 
Ein Glas Cardons, niedrige Gratinform, Rahm, Bouillon, Gewürze nach Belieben, ev. Reibkäse (Gruyère mild)












Anleitung Zubereitung:
Cardons nebeneinander in die Gratinform legen.
Etwas Bouillon anrühren und dazu giessen. Dann Rahm dazu und würzen. Wer möchte, kann noch etwas Reibkäse darüber streuen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180-200°C, Umluft, überbacken.
In Genf wird zum Cardy vorwiegend Geflügelfleisch oder Schweinebraten serviert. 

Traditioneller Cardy-Gratin: (für 4-6 Personen)
1-2 Bündel Cardy (ca. 1kg Cardons aus dem Glas)
3 EL Milch
2 EL Butter
1 EL Mehl
1,5dl Milch
1dl Rahm
Salz
frisch geriebene Muskatnuss
Butter für die Form
100g geriebener Gruyère

Cardy in 3-4cm lange Stücke schneiden und in Salzwasser und wenig Milch weich kochen. (Erübrigt sich beim Cardy aus dem Glas)
Butter und Mehl in der Pfanne dünsten, mit Milch ablöschen und zu einer weissen Sauce kochen. Mit Rahm verfeinern und würzen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen, Cardy schichtweise, abwechselnd mit Gruyère hineingeben, mit Sauce übergiessen. Bei Oberhitze gratinieren bis sich die Oberfläche leicht verfärbt.





Ich hoffe, es schmeckt!



Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezeptreise Oktober

Capuns

Ein Rezept aus dem Kanton Graubünden!
Das Bündnerland ist schön, das ist unbestritten. Zudem kann man sich dort auch feine, meist deftige Leckerbissen zu Gemüte führen.
Da ich eine Laktoseintoleranz habe, bin ich oft gezwungen, meiner Versuchung zu widerstehen und ein anderes Menü zu wählen. So zum Beispiel bei den Capuns, die mir jedes Mal, wenn sie bei meinem Mann auf dem Teller liegen, das Wasser im Mund zusammenfliessen lassen!!!
Klar habe ich mich hier nun für die Capuns entschieden, wie könnte ich auch anders. Denn kann ich sie selber mit meinen laktosefreien Produkten herstellen, darf ich sie auch essen!
Das Rezept habe ich von meiner lieben Freundin Domenica bekommen. Sie stellt die Capuns im Herbst zu Hunderten her und hat in ihrem riesigen Garten sogar Capunspflanzen. 
Hat man diese nicht, kann man für die Wickel auch Mangold oder Krautstiel nehmen. Ich mag den Mangold nicht, weshalb ich unten im Rezept Krautstiel verwende. 
Leider hatte ich Probleme beim Einkauf, da ich keine schönen Blätter in Idealgrösse bekommen habe. Im eigenen Garten scheint mir das jedoch kein Problem. Beim Besorgen im Laden, solltest du aber darauf achten, dass es schöne, mittelgrosse Blätter sind.
Mein Rezept und die Zubereitung habe ich für mich nach Gutdünken noch etwas angepasst.
Nun aber los! Damit es Appetit gibt! :-)


Zeit: ca. 90min. Zubereitung + 20min. im Ofen












 

Zutaten und Material:
Krautstielblätter ohne Stiel (ca. 20 Blätter), 125g Mehl, 1 Ei, ca. 1,5dl Milch, 2 EL Mascarpone, Gewürze nach Belieben, 1 Bund Peterli, 1 Bund Schnittlauch, 1 Bündner Salsiz, 1 Zwiebel, Butter, Käse nach Wahl, 1,5dl Rahm, 2 dl Bouillon, Töpfe, Gratinform, Abschöpfkelle, Schüssel mit Eiswasser





Tipps:
  • Unversehrte mittelgrosse Blätter nehmen. Den Stielansatz etwas wegschneiden.  
  • Beim Erwellen nicht zuviele Blätter auf einmal in den Topf geben, sonst verheddern sie sich und reissen beim Entwirren.
  • Der Spätzliteig darf nicht zu flüssig sein.
  • Wenn der Salsiz winzig klein geschnitten wird, ist es angenehmer zum Essen.
  • Auf die ofenfertigen Capuns können auch noch Speckwürfeli gegeben werden.
  • Die Capuns können eingefroren werden. Dann ohne Rahm und Milch zubereiten, nurin Bouillon gar kochen und erkalten lassen.

Anleitung:

1 Krautstiel vorbereiten
Den Krautstiel waschen, die Stiele wegschneiden und die Blätter ca. 30sek. in kochendem Wasser erwellen. Vorsichtig herausnehmen, im Eiswasser abschrecken und auf einem Teller auslegen.    












2 Spätzliteig herstellen
In einer Bratpfanne fein gehackte Zwiebel, feingehackter Salsiz anbraten und auskühlen lassen.
Mehl und Ei gut verrühren, Milch und Mascarpone nach und nach dazu geben, bis der Teig die richtige Konsistenz erreicht hat.
Würzen und erkaltete Zwiebel-Salsizmasse unterrühren.
Fein gehackter Peterli und Schnittlauch unterrühren und den Teig etwas stehen lassen.

3 Füllen und Rollen
Nun einen Esslöffel Füllung auf die untere Seite des Blattes geben. Einmal aufrollen, dann die Seiten einschlagen und fertig aufrollen.















4 Zubereitungsmöglichkeiten
Zum Einfrieren: Die Capuns in Bouillon ca. 10min. gar kochen, erkalten lassen und einfrieren.
In Pfanne zubereitet: Capuns in einer grossen Bratpfanne in Butter beidseitig anbraten, mit Milchwasser übergiessen und ca. 15-20min. köcheln lassen. Dann geniessen.
Im Ofen überbacken: Capuns in eine ofenfeste Form legen, 1.5dl Rahm und 2dl Bouillon dazu giessen. Im vorgeheizten Ofen ca. 12-15min. backen. Dann geriebenen Käse und ev. Speckwürfeli darüber streuen und weitere 5min. fertig backen.














Oh Gott! Jetzt habe ich soooo Appetit darauf! 

Noch eine Variation: Rahmguss mit Safran würzen. Schmeckt super, finde ich!

Willkommen im Bündnerland und guten Appetit!!!