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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezeptreise Oktober

Capuns

Ein Rezept aus dem Kanton Graubünden!
Das Bündnerland ist schön, das ist unbestritten. Zudem kann man sich dort auch feine, meist deftige Leckerbissen zu Gemüte führen.
Da ich eine Laktoseintoleranz habe, bin ich oft gezwungen, meiner Versuchung zu widerstehen und ein anderes Menü zu wählen. So zum Beispiel bei den Capuns, die mir jedes Mal, wenn sie bei meinem Mann auf dem Teller liegen, das Wasser im Mund zusammenfliessen lassen!!!
Klar habe ich mich hier nun für die Capuns entschieden, wie könnte ich auch anders. Denn kann ich sie selber mit meinen laktosefreien Produkten herstellen, darf ich sie auch essen!
Das Rezept habe ich von meiner lieben Freundin Domenica bekommen. Sie stellt die Capuns im Herbst zu Hunderten her und hat in ihrem riesigen Garten sogar Capunspflanzen. 
Hat man diese nicht, kann man für die Wickel auch Mangold oder Krautstiel nehmen. Ich mag den Mangold nicht, weshalb ich unten im Rezept Krautstiel verwende. 
Leider hatte ich Probleme beim Einkauf, da ich keine schönen Blätter in Idealgrösse bekommen habe. Im eigenen Garten scheint mir das jedoch kein Problem. Beim Besorgen im Laden, solltest du aber darauf achten, dass es schöne, mittelgrosse Blätter sind.
Mein Rezept und die Zubereitung habe ich für mich nach Gutdünken noch etwas angepasst.
Nun aber los! Damit es Appetit gibt! :-)


Zeit: ca. 90min. Zubereitung + 20min. im Ofen












 

Zutaten und Material:
Krautstielblätter ohne Stiel (ca. 20 Blätter), 125g Mehl, 1 Ei, ca. 1,5dl Milch, 2 EL Mascarpone, Gewürze nach Belieben, 1 Bund Peterli, 1 Bund Schnittlauch, 1 Bündner Salsiz, 1 Zwiebel, Butter, Käse nach Wahl, 1,5dl Rahm, 2 dl Bouillon, Töpfe, Gratinform, Abschöpfkelle, Schüssel mit Eiswasser





Tipps:
  • Unversehrte mittelgrosse Blätter nehmen. Den Stielansatz etwas wegschneiden.  
  • Beim Erwellen nicht zuviele Blätter auf einmal in den Topf geben, sonst verheddern sie sich und reissen beim Entwirren.
  • Der Spätzliteig darf nicht zu flüssig sein.
  • Wenn der Salsiz winzig klein geschnitten wird, ist es angenehmer zum Essen.
  • Auf die ofenfertigen Capuns können auch noch Speckwürfeli gegeben werden.
  • Die Capuns können eingefroren werden. Dann ohne Rahm und Milch zubereiten, nurin Bouillon gar kochen und erkalten lassen.

Anleitung:

1 Krautstiel vorbereiten
Den Krautstiel waschen, die Stiele wegschneiden und die Blätter ca. 30sek. in kochendem Wasser erwellen. Vorsichtig herausnehmen, im Eiswasser abschrecken und auf einem Teller auslegen.    












2 Spätzliteig herstellen
In einer Bratpfanne fein gehackte Zwiebel, feingehackter Salsiz anbraten und auskühlen lassen.
Mehl und Ei gut verrühren, Milch und Mascarpone nach und nach dazu geben, bis der Teig die richtige Konsistenz erreicht hat.
Würzen und erkaltete Zwiebel-Salsizmasse unterrühren.
Fein gehackter Peterli und Schnittlauch unterrühren und den Teig etwas stehen lassen.

3 Füllen und Rollen
Nun einen Esslöffel Füllung auf die untere Seite des Blattes geben. Einmal aufrollen, dann die Seiten einschlagen und fertig aufrollen.















4 Zubereitungsmöglichkeiten
Zum Einfrieren: Die Capuns in Bouillon ca. 10min. gar kochen, erkalten lassen und einfrieren.
In Pfanne zubereitet: Capuns in einer grossen Bratpfanne in Butter beidseitig anbraten, mit Milchwasser übergiessen und ca. 15-20min. köcheln lassen. Dann geniessen.
Im Ofen überbacken: Capuns in eine ofenfeste Form legen, 1.5dl Rahm und 2dl Bouillon dazu giessen. Im vorgeheizten Ofen ca. 12-15min. backen. Dann geriebenen Käse und ev. Speckwürfeli darüber streuen und weitere 5min. fertig backen.














Oh Gott! Jetzt habe ich soooo Appetit darauf! 

Noch eine Variation: Rahmguss mit Safran würzen. Schmeckt super, finde ich!

Willkommen im Bündnerland und guten Appetit!!!
  


Montag, 6. April 2015

Tüfteln mit Lieblingszutaten 1

Carolines Lieblingszutaten im Tüfteltest!

Dieser Post ist meiner Schwester gewidmet. Ich habe sie gebeten, mir ihre 4 Lieblingszutaten zu nennen. Daraus kreiere ich nun hoffentlich etwas Leckeres.
Ich befinde mich ja nicht umsonst im Tüfteleggli! :-)

Ihre Lieblingszutaten sind: Schokolade, Marzipan, Maronipürée und Äpfel


Ein bisschen Produktewerbung;-)

Ergebnis aus dem Tüfteleggli:
Ich habe Caroline eine Torte gebacken, als Dessert zum Osterbrunch. Maronis sind nun nicht gerade frühlingshaft, aber ich habe mich entschieden, Carolines Lieblingszutaten als erste dieser Serie zu nehmen. Die herbstliche Torte schmeckt hoffentlich auch im Frühling! Nun ist sie fertig gestellt und morgen werde ich sehen, was die Familie dazu sagt....




Erfahrungen:
Das ist meine erste Torte, die ich von Grund auf selber gebacken habe. Zuerst habe ich einen Biskuitteig mit Marzipan und Apfelstücken gebacken. Auch das Rezept für den Biskuitteig habe ich selber ertüftelt. Ich würde ihm das nächste Mal noch etwas Wasser hinzufügen, damit sich Eigelb und Mehl besser verbinden (s. unten, angepasstes Rezept). Der gebackene Kuchen wurde in 2 Böden zerteilt. Die Torte habe ich mit Maronicrème (Maronipürée und Schlagsahne) gefüllt und mit Ganache (Schokolade, Butter, Rahm gemischt) überzogen. Als Deko habe ich Marzipanformen verwendet. 
Den Kuchen musste ich zweimal backen, da ich den ersten zu wenig lange im Ofen liess... Das Auseinanderschneiden der Böden ist nicht ganz einfach. Ich brauche da definitiv noch Übung!! Aber ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.  Es entspricht ganz sicher nicht meinen Perfektionsansprüchen, aber für das erste Mal bin ich ganz zufrieden. 
Ich weiss, Profis unter euch sehen die Mängel sofort. Aber ich hatte Spass dabei!! Auch wenn ich danach ganz schön müde war. Hochachtung vor allen, die regelmässig Torten machen, die ganz bestimmt viel aufwändiger sind als meine!!!
Mir hat die Torte grundsätzlich gut geschmeckt. Bis auf das Maronipürée mag ich alle Zutaten! Da hätte ich natürlich einen anderen Geschmack bevorzugt, aber es sind ja Carolines Lieblingszutaten! ;-)
Dennoch, die Torte war viiiiiel zu mächtig! Der Kuchen kommt mit der Hälfte an Marzipan locker aus (Rezept unten angepasst), wenn nicht sogar ohne :-). Also viel zu süss... 


Das sagt die Schwester:
Die Torte hat meiner Schwester gefallen. Auch ihr war die Torte jedoch zu süss. Sie meinte, das nächste Mal einfach nur die Kombination Äpfel und Maroni wäre besser. Dennoch fand sie, ich solle das Rezept hier ruhig aufschreiben. Man darf also nachmachen und fleissig abändern!!


Zutaten und Anleitung: (angepasstes Rezept!)

1 Füllung: (muss vor dem Gebrauch noch im Kühlschrank kalt werden!)
300 ml kalte Schlagsahne (ev. Sahnesteif benutzen) schlagen und unter das Maronipürée mischen. Sicher 2 Std. kühl stellen.

2 Biskuitteig: 
4 Eiweiss und eine Prise Salz steif schlagen, 125g Zucker nach und nach einrieseln lassen. Parallel dazu: 125g Mehl, 4 Eigelbe, 1 gehäufter TL Backpulver und 4-6 EL Wasser verrühren, dann Eiweiss darunter heben. Zum Schluss 100g Marzipanwürfeli und 2 Äpfel gewürfelt darunter heben und Teig in eine Springform (ca. 26cm) füllen.
Backen: Umluft, vorgeheizt, 180°C, ca. 40min. (Stäbchentest)
In der Form 15 min. erkalten lassen dann auf Auskühlgitter geben.
Kalter Biskuit halbieren in 2 Tortenböden. Mit der Maronifüllung füllen. Nochmals 30min. kühl stellen.

3 Ganache:
232g Couvertüre oder dunkle Schokolade mit 32g Butter anschmelzen, dann alles verrühren bis die restliche Schokolade auch geschmolzen ist. Etwas abkühlen lassen. 130ml Rahm darunter rühren.
Torte mit Ganache überziehen.
Torte verzieren!

Ganze Torte ca. 8-12h kalt stellen.








Hase und Deko haben nicht sehr lange überlebt!  Den Göttibuben hats geschmeckt ;-)